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Bibelkurs auf dem CAPI

Mittlerweile stecken wir wieder mitten in unserem jährlichen Vertiefungskurs zur Bibel. Während wir sonst im Laufe des Jahres vor allem handwerkliche Ausbildungskurse anbieten, bei denen Andachten, Gottesdienste und Gemeinschaft einen wichtigen Platz einnehmen, steht in diesen sechs Wochen das vertiefte Studium der Bibel im Mittelpunkt. In der ersten Woche haben wir mit einem Bibelpanorama und einer Einführung in verschiedene Methoden des Bibelstudiums gestartet. Danach stand in der zweiten Woche das Buch Ruth und in der dritten das Matthäus-Evangelium auf dem Programm. In der vierten Woche beschäftigen wir uns mit dem Jakobusbrief. Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf der Oralität, also der Frage, wie biblische Inhalte erzählerisch vermittelt werden können. Das ist gerade für unsere Schüler wichtig, die aus Kulturen kommen, in denen Wissen hauptsächlich mündlich weitergegeben wird. In der fünften Woche folgt ein weiterer Paulusbrief mit dem Schwerpunkt Jüngerschaft. Die sechste und letzte Woche widmet sich den Themen Kultur, Predigt und gelebte Jüngerschaft.

CAPI, Costa Rica, Bibelkurs, Indigene

Solche Kurse sind immer auch von vielen gesundheitlichen Problemen begleitet. Die Behandlung solcher medizinischer Probleme übersteigt im CAPI leider unsere Möglichkeiten. Doch wir stehen unseren Schülern zur Seite, was für uns immer intensive Momente sind, da wir unmittelbar in die Betreuung und Organisation involviert sind. In den ersten drei Wochen waren das eine große Augen-OP in der Hauptstadt, eine durchwachte Nacht in der Notfallabteilung des Krankenhauses sowie Zahnarztbesuche.

Aber wir tun das alles mit dem Ziel, die Teilnehmer zu motivieren und auszurüsten, das Gelernte in ihren Heimatgemeinden umzusetzen. 12 Schüler aus Costa Rica, Panama und Honduras leben und lernen gemeinsam im CAPI und das Miteinander ist sehr schön und bereichernd.

CAPI, Bibelschule, Indigene, Gemeindebau, Schulungen
Annalena und Markus Mosimann
Missionare in Costa Rica