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Siedlungsreise zu den Kulina

Indigene Brasilien, Mission, soziales Engagement

Im Sommer haben wir eine Einladung erhalten, die Missionsarbeit unter den Kulina-Indigenen in Envira, im Norden Brasiliens, kennenzulernen. Mehrfach wurde David gefragt, ob er nicht helfen könnte, die defekte Solaranlage wieder in Betrieb zu nehmen. Schon allein die Reise dahin war ein Abenteuer für sich und dauerte fast eine ganze Woche. Das Dorf Vida Nova (Neues Leben), das wir besucht haben, war früher fast ausgestorben aufgrund von Streitigkeiten, Alkoholmissbrauch und Suiziden. Vor zwei Jahren kam es dann aber zu einer Neugründung. Die neue Generation möchte jetzt bewusst mit Jesus leben und Alkohol und Drogen sind in der Siedlung verboten. Es war so ermutigend zu sehen, wie durch Eigeninitiative und durch das Evangelium nun lebendige Hoffnung da ist.

Wir verbrachten dort eine sehr intensive und gefüllte Zeit mit viel gegenseitigem Kennenlernen, Austausch und miteinander Gottesdienst feiern. David hat nebenbei die Probleme der Solaranlage analysiert und geholfen, das Internet wieder ans Laufen zu bringen. Insgesamt war es ein toller Einblick für uns als Familie in die Kultur und das Leben der Kulina. Alles ist hier noch einmal herausfordernder: die Hoffnungslosigkeit, Abhängigkeiten, die Hygienesituation. Wir haben sehr mit der Hitze und den vielen Stechmücken gekämpft. Auch verunreinigtes Trinkwasser führte zu Problemen. Das Bild vom in der Hängematte baumelnden Indigenen, friedlich und frei von Problemen, ist ein sehr großer Trugschluss! Insgesamt ist die Not in diesem Volk groß und es gibt schon viele Jahre Bemühungen von verschiedenen christlichen Missionen. Doch nun kann man Veränderung sehen und spüren. 

David und Evelyn Meinel
Missionare in Vorbereitung