Gehet hin in alle Welt – doch wohin soll ich gehen? Vor gut einem Jahr hat mich diese Frage lange Zeit umgetrieben. Schlussendlich bin ich als Kurzzeitlerin zum CAPI nach Costa Rica gegangen. CAPI – das heißt auf Deutsch „Schulung und Beratung für Indigene“ (Capacitación y Asesoría Para Indígenas). Es ist ein Schulungszentrum für Indigene aus Costa Rica, Honduras, Nicaragua und Panama. Indigene haben hier die Möglihckeit, sowohl berufliche Kompetenzen zu erlernen als auch persönlich und geistlich in ihrem Glaubensleben zu wachsen.
Das CAPI ist ein riesiges Gelände und liegt etwa 20km von der Pazifikküste entfernt. Geleitet wird das CAPI und sein internationales Mitarbeiterteam von der Schweizer Missionarsfamilie Mosimann.
Meine Hauptaufgabe ist die Gestaltung des Fernschulunterrichts, zusammen mit der anderen Kurzzeitlerin Sara, für die drei ältesten Kinder von Mosimanns. Die drei gehen hier in Costa Rica in die Schule und bearbeiten zusätzlich den Deutsch- und Mathekurs der Deutschen Fernschule.
Neben der Fernschule darf ich verschiedene Aufgaben machen. Zum einen passe ich immer wieder mal auf die Kinder auf oder übernehme die Schulfahrt. Außerdem helfe ich beim Unterhalt oder Instandsetzen der Gebäude mit. Sogar beim Schlachten durfte ich mithelfen und ich genieße es sehr, so verschiedene Aufgaben zu haben.
Neben dem Arbeiten haben wir am Wochenende oder an Feiertagen die Möglichkeit, etwas von dem wunderschönen Land zu erkunden. So konnten wir schon den ein oder anderen Nachmittag am Meer genießen, über atemberaubende Wasserfälle staunen und einen Nationalpark besuchen.
Kurz zusammengefasst ist es hier auf dem CAPI richtig schön, es geht mir gut und auch bei allen Herausforderungen, die das Leben hier mit sich bringt, genieße ich es sehr.
Und gerade in den herausfordernden Zeiten darf ich immer wieder erleben, wie Gott mit offenen Armen dasteht und ich bei ihm zur Ruhe kommen kann.
Ursprünglich war mein Einsatz hier für ein Jahr geplant, dann wäre es im August wieder nach Deutschland gegangen. Doch ich habe meinen Aufenthalt hier bis Dezember verlängert. Und so werde ich auch noch meinen zweiten 6-wöchigen Bibelkurse hier miterleben können.
