Bei uns in Paraguay ist Sommer und ich habe im Garten Gemüse gepflanzt. Es fasziniert mich zu sehen, wie aus dem kleinen Samen eine Pflanze wächst, blüht und Früchte trägt. Wie kann sie wissen, was sie ist?
Auch uns Menschen hat Gott eine Identität gegeben, die sich entfalten kann, wenn wir Jesus unser Leben anvertrauen. Ein Beispiel dafür ist Tina (Name geändert). Um in ihrer Kultur vor Krankheit geschützt zu sein, braucht jedes Kind einen Namen seiner Schöpfer-Gottheit. Die Namensgebung und Behandlung von Krankheiten ist die Aufgabe des Schamanen. Von ihm sind die Menschen existenziell abhängig.
Doch zurück zu Tina. Sie hatte ihr Leben Jesus anvertraut, aber danach beunruhigte sie etwas sehr stark. Einmal erzählte sie uns im Frauentreff davon:
„Plötzlich fragte ich mich, zu wem ich nun gehen kann, wenn meine Kinder krank werden. Drei Tage und Nächte konnte ich keine Ruhe finden und war sehr besorgt. Bis dahin hatte ich meine Kinder immer dem Schamanen anvertraut. Nur er konnte ihre Zukunft vorhersagen. Doch dann sah ich auf einmal eine Hand vor mir und hörte eine Stimme, die sagte: „Warum machst du dir Sorgen? Ich bin der Lebendige!“. Seither habe ich meine Kinder nie mehr zum Schamanen gebracht. Er ist auch nur ein Mensch wie wir.“
Tina erlebt auf ihrem Weg mit Jesus, wie sie von alten Bindungen frei wird und lernt ihre Identität in Christus kennen. Und zu dieser neuen Identität gehört, dass das Leben ihrer Kinder in Jesu Hand geborgen ist und er für sie sorgt.
