Die Bibelschüler beschäftigen sich intensiv mit Gottes Wort, lernen im Unterricht Basiswissen für die Gemeindearbeit und reflektieren im intensiven Zusammenleben und -arbeiten, wie Jesus den eigenen Charakter prägt.

Jahresbibelschule SEMEIAM in Porto Velho, Brasilien

Gottes Wort im Zentrum – das war schon immer das Bemühen der Missionare. Das Wort Gottes soll von der Zielgruppe gehört, gelesen, verstanden und weitergesagt werden.

Um die Menschen in den vielen kleinen Indianerdörfern der weitläufigen, schwer erreichbaren Gebiete im Norden Brasiliens mit dem Wort Gottes zu erreichen, schien uns schon bald das Angebot von Bibelkursen die beste Strategie zu sein. Wir ausländische Missionare wollen Einheimische ausbilden, die die Arbeit vor Ort tun können. Parallel dazu war es wichtig, dass wir selber die Menschen in den Siedlungen besuchen, um ein Bild von deren Realität zu bekommen und das Evangelium dort hinein sagen können. Also lebten wir Missionare zwischen Bibelkursen und Stammesbesuchen. Der erste Bibelkurs der DIPM in Porto Velho fand 1998 statt. Insgesamt waren es ca. 28 drei- bis sechswöchige Kurse.

Im Herbst 2013 luden wir ehemalige Kursteilnehmer ein, um zu hören, wie wir als Mission der indigenen Gemeinde vor Ort am besten dienen können. Ihre Antwort war eindeutig: Das Bibelstudium in den Kursen ist sehr gut, aber sie sollten auf ein Jahr ausgedehnt werden, um wirklich prägen zu können. So entstand auf Wunsch der Indigenen die Jahresbibelschule in Porto Velho (als Ergänzung zu einer dreijährigen Ausbildungsstätte bei Cuiabá, 1.200 km entfernt und einer zweijährigen Jüngerschaftsschule in Pimenta Bueno, 550 km entfernt). 2016 fand das erste Bibelschuljahr statt.
Schon in der ersten wegweisenden Versammlung legten wir fest, dass ein eigener Verein der Schulträger sein sollte und wir auf jeden Fall indigene Mitarbeiter brauchen. Das Bibelseminar soll von Indigenen für Indigene sein.
Ende Juni fand nun endlich die konstituierende Sitzung des Vereins von SEMEIAM statt – allerdings bleiben noch ein paar bürokratische Hürden.

Viele Gastlehrer von anderen Missionen und Kirchen unterrichten in der JBS. Noch wichtiger sind jedoch die vier indigenen Familien, die mindestens ein Jahr als Lehrer und/oder in der Hauswirtschaft und dem Erhalt und Aufbau des Bibelschulgeländes mitarbeiten.
Noch sind wir stark mit der Koordination der Schule betraut. Aber wir setzen unsere Kräfte mehr und mehr dafür ein, dass indigene Mitarbeiter befähigt werden, das Seminar theologisch, geistlich und auch praktisch führen zu können. Wir beten um die richtigen Mitarbeiter und dass wir einerseits loslassen und andererseits durch das Wort Gottes prägen können.

Für die Bibelschule, die Infrastruktur und die Unterstützung der indigenen Geschwister brauchen wir Ihre finanzielle Mithilfe.

Projektnummer: 72 200