Eine indigene Familie kam mit einem dreijährigen und einem zweijährigen Kind, einem Baby und mit dem vierten Kind schwanger zur Bibelschule SEMEIAM bei uns in Porto Velho/Brasilien.
Damit die Mutter am Bibelschulunterricht teilnehmen konnte, kam das Baby zur Kinderbetreuung. Dieses kleine Mädchen krabbelte nicht, hob nichts auf und schien an nichts interessiert zu sein. Sie weinte und ließ sich zu nichts motivieren. Allerdings sahen wir, dass viel Potenzial in ihr schlummerte. So beschlossen wir, sie aus ihrer Komfortzone herauszuholen. Das gefiel ihr anfangs nicht. Doch nach und nach wurden ihre Beinchen stärker und sie nahm alles in die Hände.
Das Mädchen heißt Jaspis, wie der Edelstein. Sie lehrte uns Erzieherinnen, wie Gott in unserem Leben wirkt. Am Anfang sträuben wir uns oft. Doch dann merken wir, dass wir mit mehr Kraft und Autonomie Neues erreichen können. Auch mit Jaspis schien es zunächst schwierig zu sein, aber letztendlich machte es der Herr für sie und auch für uns sehr lehrreich. Jetzt ist es eine Freude, mit diesem kleinen kostbaren Schatz unterwegs zu sein.
